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Vollblutaraber
Der Araber ist die älteste Pferderasse der Welt. Ein Vollblutaraber ist unverwechselbar, denn er verfügt über eine ungewöhnliche Symmetrie und Harmonie im Exterieur. Kennzeichen der Rasse sind der edle Kopf und der hochgetragene Schweif. Weitere besondere Merkmale sind der kurze Rücken, eine gewisse Halsbiegung und vor allem seine imposante Erscheinung. Der Vollblutaraber ist edel, intelligent und gutmütig. Es ist freundlich, aber temperamentvoll, d.h. wenn es gereizt wird oder aufgeregt ist, kommen seine berühmte Energie, sein Mut und die große Ausdauer zum Vorschein.
Von der Seite betrachtet, sollte der Kopf keilförmig aussehen, breit an den Ganaschen und schmal auf ein kleines Maul zulaufend. Die Augen sind groß und weit auseinanderliegend. Die Nüstern müssen klare Konturen besitzen, elastisch und schön geschwungen sein. Die Ohren sollen eng beieinander stehen und wohlgeformt sein. Der Kopf ist in einem großen Winkel am Hals angesetzt, so dass er sanft in den Widerrist verläuft. Dadurch ist der Hals schön gebogen und besitzt eine geschwungene Halslinie (mitbeh). Das arabische Pferd ist für gewöhnlich etwas kürzer im Hals als der englische Vollblüter, aber die natürliche Feinheit, Biegung und Oberlinie lassen den Hals länger aussehen. Die Länge der Oberlinie ist bedingt durch eine gut zurückliegende Schulter, die lang und deutlich sichtbar sein sollte. Wie alle Reitpferde braucht der Araber einen guten, trockenen Widerrist. Der Hals ist weit oben angesetzt, so dass Brust und Schulte frei sind. Der Rücken muß kurz und kräftig sein. Eine leicht konkave Linie sollte zwischen Widerrist und Lenden zu erkennen sein und in einer Kurve nach oben zur Kruppe verlaufen. Das arabische Pferd verfügt über viel Rumpftiefe, da seine Rippen besonders gut gebogen sind. Dadurch macht das Pferd insgesamt eine kompakten Eindruck. Der Schweif sollte wie eine natürliche Verlängerung der Kruppe wirken und hochgetragen werden, wenn das Pferd sich bewegt oder aufregt.
Das Pferd muß über viel Boden stehen, wobei die Vorhand gut nach vorne gestellt sein muß. Der Unterarm ist stark bemuskelt und lang, mit breiten, flachen Vorderfußwurzelgelenken und kurzen Röhrbeinen. Die Sehnen sollten trocken und gut zu sehen sein, sie sollten parallel zum Knochen verlaufen. Die Fesseln sollten lang genung und gut gewinkelt sein, damit die Gänge elastich sind. Die Gelenke sollten klar ausgeprägt, die Sprunggelenke breit und kräftig und die Oberschenkel gut bemuskelt sein. Von hinten gesehen sollten die Beine parallel stehen. Die Hufe sollen rund und offen sein, die Hinterhufe etwas ovaler. Die Oberfläche des Hufs erscheint hart und glatt. Die Bewegungen des arabischen Pferdes sind frei, ausdrucksvoll und im natürlichen Gleichgewicht. Die Hinterhand soll deutlich untertreten. Der gesamte Bewegungsablauf muss so harmonisch sein, dass es aussieht als würde das Pferd schwerelos über dem Boden schweben und tanzen.
Den Adel dieser Rasse erkennt man auch an der feinen Struktur von Haut und Haar. Das Fell soll seidig und so dünn sein, dass Venen und Hautmuster durchscheinen. Um Augen und Maul sollte das Pferd wenig Haare haben, damit man die dunkle Hautfarbe sehen kann. Mähne und Schweif sollten nicht zu dicht sein. Beim arabischen Pferd sind Schimmel, Füchse, Braune, Dunkelbraune und Rappen vertreten, aber welche Farbe es auch immer ist, sie muß kräftig sein.